Ein Beitrag von Bayern 2 über “Memory Off Switch”

Auf den hörbaren Spuren der NS-Zwangsarbeiter

Ein 10km-langer Audiowalk führt durch die Augsburger Innenstadt. Bei “Memory Switch Off” erfährt man über Kopfhörer von Zeitzeugen eine vergessene dunkle Seite der Augsburg NS-Geschichte. Zum Nachwandern, Nachhören und Nacherleben.

von Achim Bogdahn

Der Beitrag vom 31. Juli 2017 zum Nachhören

 

Die Augsburger Allgemeine berichtet über “Memory Off Switch” 

[...] Bluespots Productions, Hannsjana und den Kooperationspartnern ist ein körperlich wie psychisch berührendes und hoch emotionales Stück Erinnerungskultur gelungen. [...] “Memory Off Switch” ist ein abwechslungsreiches, politisches und poetisches Hörspiel und ein mutiges Kunstexperiment, das man dank Internat laufend wiederholen kann.

Augsburger Allgemeine, 1. August 2017

 

Die Nordwest Zeitung berichtet über die Filmpremiere von “Wenn ich einmal groß bin, möchte ich groß sein” am 4. April 2017 in Cloppenburg

Filmprojekt setzt Kinder-Träume um

Als die Eltern und Lehrer der Sprachheilklassen 3 und 4 der Cloppenburger Albert-Schweitzer- Schule den Film „Wenn ich groß bin, will ich groß sein“ gesehen hatten, zeigten sich alle begeistert. Das Projekt ist eine Kooperation mit den Medienpädagogen der Gruppe „hannsjana“ aus Berlin. Sechs Frauen aus der Hauptstadt hatten dafür zwei Wochen intensiv mit den Schülern der Klassen 3 und 4 gearbeitet.

Das wurde zu einem Erlebnis für die Kinder. Gearbeitet wurde in Kleingruppen und mit einzelnen Schülern. Ziel war das freie Sprechen. Die Verantwortlichen befragten die Mädchen und Jungen zu ihren Wünschen und Ängsten. Ein weiterer Schwerpunkt galt Berufen und deren Darstellung. Die Bandbreite reichte vom Karussellbesitzer über Friseurin bis zum Lkw-Fahrer.

Die Workshop-Teilnehmer lernten die Bedeutung der Sprache, Gesten und Bewegungen verstehen. Dabei wurden die Kinder im Alter zwischen acht und neun Jahren unterstützt, sich als kreative und starke Persönlichkeiten wahrzunehmen.

Schulleiterin Marianne Wesselmann unterstützte das Projekt. Sie bedankte sich bei den Mitgliedern der Gruppe „hannsjana“ für deren Engagement. Ein besonderer Dank galt der Heinrich-Kalkhof -Stiftung, die das Projekt mit 3000 Euro unterstützt hatte. Berthold und Gabriele Kalkhof nahmen als Gäste an der Filmvorführung teil.

Wesselmann verdeutliche die Bedeutung des Projekts. „Trau dich zu träumen und darüber zu sprechen“, empfahl die Schulleiterin. „Wir sind stolz, dass der Film fertig ist“, betonte sie. Die Kinder wurden bestärkt, ihre Vorstellungen zu verdeutlichen. Ängste wurden bearbeitet und im Film umgesetzt. Sehr positiv wirkte auch die Trennung von Gesprochenem und Gespieltem. Auch das gehörte zum Ziel des Projektes, die Herstellung eines Filmes zu erleben. Wie werden Tonaufnahmen gemacht. Wie klingt meine eigene Stimme? Am Ende erhielten alle Eltern den Film auf DVD.

von Theo Hinrichs

NWZ Online

 

Rolling Spoke über “Kröten ohne Furcht” beim Art Spin Berlin 2016

While I had no idea what was going on with the the performance by hannsjana featuring toads, money tossed around and dry ice, it was curiously amusing to say the least. While I appreciated all the projects, the icing on the cake was simply being a part of a mass ride through Berlin with a beer in hand, while feeling the pulse of rhythmic grooves along the way. [...]

Rolling Spoke

 

Blog-Eintrag vom ARENA-Festival Erlangen 2016 über “Die Ankunft der Kraniche”

Heute verlasse ich meinen Hochsitz, um aktiv auf eine ornithologische Expedition zu gehen. Um genau zu sein: gemeinsam mit 14 Gefährt*innen bestreite ich eine Art Vogelpirsch, die ihren Startpunkt vor dem ARENA-Festivalzentrum hat. Ausgestattet mit einem Audiogerät und farblich dazu passenden Kopfhörern werden wir uns auf die Suche nach Kranichen machen. Diese Vögel habe ich bisher noch nicht in freier Natur, wohl aber als Serviettenaufdruck in Restaurants, die ihren kulinarischen Schwerpunkt im asiatischen Raum finden, gesehen. Aber:

DIE KRANICHE SIND GLEICH DA
So das Versprechen der über die Kopfhörer zu vernehmenden Stimme. Dazu wird die Gruppe Ornitholog*innen angehalten den Vogelpfadweg durch Erlangen stets zusammen zu bestreiten. Diese Gruppenbildende Maßnahme führt dazu, dass die Gruppe selbst wie ein Vogelschwarm ihren Weg durch die fränkisch-fröhliche Bierstadt (Stadtbeschreibung einer während der Tour gesehenen Werbeannonce) bahnt und durch die auffallend an den Körpern herunterbaumelnden Audiogerätschaften nebst aufgesetzten Kopfhörern selbst zum Beobachtungsobjekt wird.

AUSLAGE BETRACHTEN
Für den Vogelpfad wird die Gruppe in einem lokal ansässigen Optikgeschäft mit professionellem Sichthilfsmittel ausgestattet.

HERZLICH WILLKOMMEN IM BOTANISCHEN GARTEN
Nach erfolgreich hinterlegter Wegstrecke durch den Erlangen Betonbaudschungel erreicht die Gruppe der Audiostimmenspur zufolge den natürlichen Lebensraum der Kraniche und ist erst einmal zu einer kurzen Rast an einem Gewächshauseingang eingeladen. Mit Blick auf wildwachsende Sträucher, zurechtgestutzte Blumen sowie anderes Gestrüpp lauscht man einem Lied über die Verhaltensregeln der Gartenanlage, Ohrwurmqualität garantiert. Und plötzlich taucht auch der erste Kranich im Blickfeld auf: er ist mit ausgestreckter Arm, in der Hand ein Telekommunikationsknecht, wohl auf der Suche nach Netz, nach Anschluss, nach seinen Kolleg*innen. Die Gruppe macht sich daraufhin weiter auf die Suche nach den edlen Tieren. Immer weiter ins Dickicht, auf erschlossenen Pfaden durchs Grüne (wobei man stets aufgefordert ist diese nicht zu verlassen und dies wird von der Gruppe auch berücksichtigt, so geht nämlich niemand verloren) zieht die Karawane ihre Kreise. Dabei sind immer wieder Kraniche (allein oder in kleinen Gruppen) beobachtbar: mal sind sie mit einem gemütlichen Sonnenbad, der Zigarettenpause oder mit sportlicher Betätigung beschäftigt.

BLICK ÜBER DIE SCHNABELSPITZE
Neben dem Auftreffen auf Kraniche, kommt einem auf dem Pfad auch anderes Getier vor die Linse. Besonders auffallend sind dabei zwei Gattungen Zweibeiner: eher ältere Personen am Erlanger Marktplatz, die an in Reih und Glied aufgereihten Holztischgarnituren zu Ehren des dionysischen Getränks dem Dolce Vita nachgehen. Zum anderen ein großer Schwarm adrett gekleideter junger Personen am Eingang des Botanischen Gartens, die anhand einer einheitlichen Kennzeichnung durch am Oberkörper angebrachte Namensschilder der „Humanmedizin“ zugehörig sind. Das Sehen und Gesehen-Werden führt bei den Begegnungen zu eindrücklichen Beobachtungen auf beiden Seiten. Nach naher Betrachtung kann die Aufnahme der Gattungen bei der Zentrale zur Erfassung allen biologischen Lebens in naher Zukunft daher nur empfohlen werden.

Text von Anna-Lena W.

Festivalblog ARENA…der jungen Künste 2016

 

Der Blog der Pfingstakademie Jugendbeteiligung 2016 über “Kranich Dir eine Frage stellen?”

Wortwitze in Überschriften. Können wir. Wenn ihr bis hierher gelesen habt, könnt ihr auch gleich den ganzen Artikel lesen, also auf geht’s. Klicken! Lohos!!

von Valentina und Daniel (die beide finden, dass schwarz-weiße Stummfilme die Zukunft Hollywoods sind.) Weiß eigentlich irgendwer, um was es dabei geht? Nein? Mist. Lassen wir uns überraschen! Eine andere Erwartungshaltung ist gar nicht möglich, wenn die Tagesordnung als nächstes eine „Kunstperformance“ ankündigt – von wem, weshalb und worum die geht, erfahren wir nicht, nur irgendwas mit Vögeln soll das sein. Todesmutig haben wir uns mit dem notwendigen Equipment ausgestattet: zwei Smartphones, ein Notizblock und ein Schuss Unerschrockenheit, mehr braucht es nicht, um sich für euch in die erste Reihe zu setzen. Und wer jetzt denkt, dass es das erstmal war an Skurrilität, liegt daneben. „Kraniche als Feminist_innen – Ein Beitrag an der Schnittstelle zwischen Ornithologie und Soziologie“ heißt es. Das verwirrte Publikum tauscht verzweifelte Blicke. Der fragende Ausdruck in den Gesichtern lässt nur einen Gedanken vermuten: „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ Im Laufe der nächsten halben Stunde steigert sich die Performance des Künstlerinnenkollektivs hannsjana von einer (schein?)trockenen Vorlesung über dokumentarische Hörspiele bis hin zu ekstatischen Tanzeinlagen. Es ist schwer zu sagen, wann die anfängliche Ratlosigkeit in tosende Begeisterung kippt. Am Ende wissen wir natürlich, dass dieses Stück viel mehr behandelt als nur die genderneutrale Kleidung des Kranichs oder das einem eurozentristischen Weltbild entspringende Konzept des Überwinterns. hannsjana machen sich hier die biologische Argumentation bei soziologischen Diskursen zu eigen und zeigen dabei, dass sich auch in der Tierwelt feministisches Potenzial findet. Der Kranich ist Paradebeispiel für Gleichberechtigung, die Ornithologie als Wissenschaft Gegenstand der künstlerischen Reflexion. Und wem das nicht reicht: Währenddessen tragen die vier Frauen riesige Vogelmasken aus Pappmaché und führen einen wilden Bändertanz auf. Fantastisch.

Blog Pfingstakademie Jugendbeteiligung 2016

 

Die Ostseezeitung berichtet über “Essen im Museum”

Erste Gemüseführung im Kunstmuseum Ahrenshoop

Haben Sie sich schon mal von einem Kohlrabi, Rettich, Kohl oder Fenchel durch ein Kunstmuseum führen lassen und dabei ein Hörspiel erlebt, bei dem es ums Essen geht? Bei der langen Nacht Kunst in Ahrenshoop war das am vergangenen Wochenende möglich. [...] Elke Erdmann

Ostseezeitung vom 17. August 2015

 

Bericht vom ada-Studioschreiber Thomas Schaupp über das Festival S.o.S. – Students on Stage und “Kranich Dir eine Frage stellen?”

[...] Der sicherlich krönende Abschluss des gesamten Abends war die Lecture-Performance „Kranich dir eine Frage stellen?” von hannsjana aka Laura Besch, Alice Escher, Jule Gorke, Lotte Schüßler, Katharina Siemann und Marie Weich, StudentInnen der Theater- und Tanzwissenschaft sowie PerformerInnen – eine wunderbar gelungene Persiflage auf, über und an uns alle, die sich mit der Frage auseinandersetzte, „ob der Kranich das Potenzial hat, sich zu einem feministischen Rolemodel zu entwickeln”. In einer witzigen und köstlich ironischen Art und Weise nahmen sie nebenbei auch noch so manch komische Gepflogenheit im wissenschaftlichen Betrieb auseinander und waren damit irgendwie auch wunderbar passend Teil dieses Abends – ein schöner Kniff am Ende.

Thomas Schaupp über S.o.S.

 

Anna Riedel auf 100 Wort, dem Blog des 100° Festivals, über „Die Untergänge der Titanic“.

Wenn das Nebelhorn dreimal tutet. hannsjana Die Untergänge der Titanic

hannsjanas 45-minütige Arbeit Die Untergänge der Titanic beschäftigt sich am Beispiel von James Camerons Film Titanic von 1997 mit dem Scheitern in allen Lebenslagen. Dieses ernste Thema verlangt selbstverständlich eine angemessen ernste Haltung von den Performerinnen. Witz ist hier völlig fehl am Platz. Die Titanic und der Eisberg, die FDP und die 5%-Hürde, der Untergang der Drogeriemarktkette Schlecker und die Historie des Songs My heart will go on werden kulturgeschichtlich und -wissenschaftlich verortet und eingehend reflektiert. Dabei bleiben hannsjana stets objektiv und professionell. Eine interessante, ganz und gar lobenswerte Vorstellung. Ich gebe hannsjana für diese hervorragende Leistung eine 1,3. //ar

Blog 100 Wort

 

Bericht von Friedrich Reip über den dritten Kleinkunstabend MixIT! des Studentenwerks Berlin.

So erfolgreich wie Scooter

Dann kam es zum Höhepunkt des Abends: Das feministische Künstlerinnen-Kollektiv Hannsjanna feat. Bob Dyaln (sic!) fuhr mit fantastischen Texten, mit Geige, Kinderklavier, Glitzeroutfits und überlebensgroßer Ente das volle Programm auf. Der richtige Weg, wenn Frau, laut Ansage der Band, „so erfolgreich wie Scooter“ werden will – und der richtige Weg, um an diesen Abend mit der Siegerprämie von 1.000 Euro die Bühne zu verlassen!

Friedrich Reip über MixIT!

Friedrich Reips Interview mit hannsjana. Erschienen im werkblatt, dem Campusmagazin des Studentenwerks Berlin. werkblatt 70, Januar/Februar 2014, 12. Jahrgang.